Natürliche Schuhe

Noch vor Kurzem hatten natürliche Schuhe einen miefigen Beigeschmack von Ökos, Softies oder Norwegerpullovern. Nur langsam bewegten sich die Hersteller weg von unförmigen Tretern, hin zu modischen Modellen. Wer heute von natürlichen Schuhen spricht meint damit nicht mehr die klobigen Sandalen der Atomkraftgegner, sondern denkt an neue, oft witzige Formen, modernes Aussehen und ist nicht mehr festgelegt auf bestimmte Marken.

Bei der Herstellung natürlicher Schuhe haben zwei Aspekte an Bedeutung gewonnen. Einerseits die Anpassung an den physiologischen Bewegungsablauf des Fußes beim Gehen und andererseits die Minimierung der Aufnahme von Schadstoffen bei langem Tragen, erst recht wenn der Fuß wegen nicht atmungsaktiver Materialien stark schwitzt. Der natürliche Schuh bietet neben Bequemlichkeit auch gesundheitliche Vorteile.

So sollte Gelenkschonung nicht auf Sport- und Laufschuhe beschränkt sein, denn auch im Alltag hilft ein gefederter Schuh, langfristig Rückenbeschwerden zu vermeiden, muss dem Fuß das Abrollen ermöglicht werden, rufen eingepresste Zehen nicht nur schmerzhafte Hühneraugen und Druckstellen hervor, sondern hinterlassen nach Jahren Schäden, die, wenn überhaupt, nur operativ behandelt werden können.

Die andere Entwicklung ist dem zunehmend kritischen Denken der Verbraucher zu verdanken, denn längst wird nicht mehr alles gekauft und getragen was in den Geschäften angeboten wird. Natürliche Schuhe bestehen heute aus Materalien die aus ausgesuchter Herstellung stammen, beispielsweise chromfrei gegerbtem Leder, besitzen ein Korkfußbett, das sich der Anatomie des Fußes anpasst. Darüber hinaus sorgt die Verwendung von pflanzlichen Produkten wie Hanf oder Leinen für gute Belüftung des Fußes, mindert somit die Gefahr von Fußpilz und lästiger Geruchsentwicklung. Und dass dies alles in witzigen und ansprechenden Designs auf dem Markt zu haben ist, zeigen die vielen jungen Herstellerlabels.